Bergsteigen im Kleinwalsertal 

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Das Alpental Kleinwalsertal ist von drei Seiten umgeben. Und kreuz und quer, rauf und runter, führen zahlreiche Wanderwege aus dem Tal bzw. den saftige Wiesen, hinauf durch Wälder, von Hütte zu Hütte, vorbei an Alpwirtschaften, über Höhen und Grate zu den Gipfeln der Kleinwalsertaler Bergketten. Wenn das kein Grund zum Auswandern ist. Der Walserbus mit seinen Nebenlinien, Seilbahnen und Sessellifte verkürzen und erleichtern die Anmarschwege zu den sonnigen Höhen. Berg- und Wanderführer sorgen für Sicherheit bei geführten Alpintouren und Kletterkursen. 

ACHTUNG: Noch vorhandene steile Schneefelder sind nur mit größter Vorsicht zu betreten. Rutsch- und Absturzgefahr.

Wer von Riezlern über die Riezler Alpe zu Fuß aufsteigen will, muss ca. 2 Stunden

dazurechnen.

Diese ausgesprochene Gratwanderung bietet auf fast der gesamten Strecke einen einmaligen Panoramablick. 

Von der Bergstation auf markiertem Weg hinab in den Riezleralpgund und dann leicht ansteigend den Grat hinauf zum Fellhorn (2039 m). Über den Grat weiter zum Schlappold und Söllereck mit Abstieg zur Alpe Schrattenwang - Schönblick. Von hier Rückkehr mit der Söllereckbahn zur Bushaltestelle und zürück ins Tal. 

Wer gut zu Fuß ist, dem kann die Wanderung über die Ammansalpe - Mittelalpe - Oberwestegg nach Riezlern empfohlen werden. Wegzeit zusätzlich 2 Stunden.

Riezlern - Kanzelwandbahn Bergstation - Grat-wanderung Fellhorn - Söllereck, Dauer 3,5 - 4 Stunden
Baad / Mittelberg - Rund um den Widderstein. Dauer ca. 6 Stunden

 

Von der Bushaltestelle in Baad wandern wir durch das Bärgunttal hinauf zum

Hochalppass. Über den Höhenweg der Bärgunthochalpe kommen wir zur Widderstein-

hütte (2010 m) , wo wir unsere Rast machen. Beim Abstieg über das Gemsteltal

machen wir nochmals kurz Halt bei Flöske´s "oberer Gemstelhütte". Haben wir den steilen Abstieg hinter uns gelassen, so wandern wir an der "hinteren Gemstelhütte", Bernhard´s Gemstel und die Schönesboden Alpe im unteren Gemsteltal vorbei. Alle drei Hütten sind ebenso für eine Einkehr sehr zu empfehlen. Wir erreichen zum Schluss die Bushaltestelle Mittelberg Bödmen - Gemstel.

 

Ich persönlich empfehle diese Tour wie hier beschrieben entgegen den Uhrzeigersinn als erstes über das Bärgunttal zu beginnen.

Besonderheiten: Viele Murmeltiere. Hochalpsee zum Erfrischen 

Das Gottesackerplateau ist in seiner Ausdehnung das wohl imposanteste Naturwunder

Vorarlbergs. Die weiße Karstlandschaft mit vielen Rillen und Rippen, den so genannten

Karren, kann eine mystische Ausstrahlung nicht verbergen. 

Am bequemsten erreichbar ist das Gottesackerplateau über die Auenhütte und die Ifenbahn, deren Zufahrt Oberwäldele sich zwischen Riezlern und Hirschegg befindet. Von der Bergstation an der Ifenhütte (1586 m) ist das Hahnenköpfle (2085 m) in 11/2 Stunden Gehzeit erreichbar. Vor dem Hahnenköpfle, in der Nähe des Bergrestaurants Bergadler (nur Winterbetrieb), zweigt der gut markierte Pfad zum Gottesackerplateau ab und führt über die Karstfelder und die mit üppiger Alpenflora bewachsenen Buckel zur verfallenen Gottesackeralpe. Auf dem Abstieg durch das Kürental gelangt man zur Schneiderkürenalpe, wo im Sommer 1998 ein Jägerrastplatz aus der Steinzeit entdeckt und rekonstruiert wurde. Die lange Wanderung endet im Ortsteil Wäldele. Hier findet Ihr eine Busstation. Oder aber Ihr geht in ca. 30 Minuten zurück bis zur Auenhütte.
 

Hirschegg - Gottesackerplateau - Küren, Dauer ca. 5,5 Stunden 

 

Von der Bergstation der Kanzelwandbahn (1940 m) erreicht man bald das Bergrestaurant Adlerhorst und wandert dann über den Kuhgehrensattel (1878 m) zur Inneren Kuhgehrenalpe (bewirtschaftet). Von hier gelangt man über die Wannen- und Fluchtalpe. Der Weg von der Inneren Kuhgehrenalpe zur Wannenalpe ist stellenweise sehr steil und hochalpin. Am Ende des Wildentales ziehen die mächtigen Felsgipfel der Schafalpenköpfe die Blicke auf sich. Von der Wiesalpe sind es nach Riezlern 1 1/4 Stunden, nach Mittelberg oder Hirschegg ca. 1 Stunde Gehzeit.

Von der Inneren Kuhgehrenalpe kann man auch direkt hinunter ins Wildental zur Inneren Wiesalpe gehen.

 

Riezlern - Kanzelwand - Kuhgehren - Wildental - Dauer ca. 5 Stunden. 

 

Mittelberg - Walmendingerhorn - Ochsenhofer Scharte - Schwarzwasserhütte - Auenhütte, Dauer ca.  4,5 Stunden

Wir nehmen die Walmendingerhornbahn. Von der Bergstation (1960 m) laufen wir über

die Lüchle Alp (tolle Aussicht u. Essen) zur Ochsenhofer Scharte (1850 m). Von dort steigen wir hinab zur Schwarzwasserhütte. Nach einer Rast geht es weiter hinab bis zur Alpe Melköde (1353 m). Bereits 1612 war diese uralte Siedlung ganzjährig bewohnt. Über die große Ebene der Melköde bzw. durch das wildromantische Naturschutzgebiet "Rüche" mit seinen mächtigen Felsblöcken erreichen wir am Schluss die Auenhütte. Von hier können wir mit der Busnebenlinie wieder zum Ausgangspunkt ins Tal fahren. 

Von Riezlern aus gehen wir Richtung Mahdtal. Unterwegs passiert man das

imposante Hölloch, ein Höhlensystem mit einem ca. 77 m tiefen Eingangsschlund. 

Drei steil aufragende Wände gliedern das gesamte Gebiet, Untere Gottesackerwände

(1.858 m), Obere Gottesackerwände (2.033 m) und Ifenmauer (2.230 m). Viele sehr reizvolle Alpenblumen, wie wir sie aus dem Steingarten kennen, sind hier oben zu finden, z. B. Enzian und Alpensilbermantel. Daneben sind die lichtdurchfluteten Mischwälder reich an Farnen, besonders im unteren Bereich des Mahdtales. In den tiefer gelegenen Regionen finden sich auch kleinere Moore. Oben gibt es neben dem Schrattenkalk ausgedehnte Latschenbestände und weite Grashänge. Die vom Regen geschaffenen bizarren Felsformationen, die sogenannten Schratten, sind teilweise zu tiefen Löcher ausgewaschen. Im Gottesackergebiet sind auch einige Höhlensysteme zu finden. Bei geschlossener Schneedecke ist hier besondere Vorsicht angebracht. 

Auf dem Gottesackerplateau liegt die verfallene Gottesacker-Alpe. Hierbei handelte es sich der Sage nach um eine schöne sonnige Alpe mit üppigen Weiden. Die Sennen wollten keinen an ihrem Reichtum teilhaben lassen. Als ein alter Mann um ein wenig Schmalz bat, gaben sie ihm getarnten Mist. Zur Strafe versankt die Alpe mit allem Vieh und hinterließ das heutige Gottesackerplateau. Genau informiert hierzu eine Tafel bei der Alpe.

Das Jäger- und Hirtenlager aus der Vorzeit, welches wir im Abstieg bei der Schneiderküren-Alpe passieren, weist auf eine menschliche Besiedlung des Gebietes schon um 7000 v. Chr. (Mittelsteinzeit) hin. In der Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit wurde diese Behausung ebenfalls genutzt.

 

Riezlern - von Riezlern über das Mahdtal zum / über das Gottesacker, Dauer ca. 6 - 7 Stunden

 

Mittelberg - Wildental mit Kemptner Scharte , Mindelheimer Hütte und runter über das Gemsteltal ca. 6 Stunden

 

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Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung ist ein Parkplatz im östlichen Ortsteil Schwendle beim Bergheim Moser (1178m), am Beginn des Wildentales.

Auf dem Güterweg gehen wir gemütlich aufwärts, und kommen zur unteren und zur inneren Wiesalpe (1298m). Der Weg bleibt zunächst wenig steil, bis zur zur Fluchtalpe (1390m), an der wir etwas südlich vorbei gehen. An der Talstation des Versorgungsliftes der Fiderepasshütte beginnt der Weg, der jetzt steil und felsig in vielen Kehren zügig aufwärts führt. Das letzte Steilstück zur Kemptener Scharte führt uns bis auf eine Höhe von 2103m hinauf. Nordwestlich sehen wir die Ausläufer der Schafalpenköpfe (Mindelheimer Klettersteig) mit seiner südlichsten Bastion - dem Kemptner Kopf (2191m) - liegen und etwas tiefer bereits die Mindelheimer Hütte (2013m). 
Für den Rückweg folgen wir ein Stück weit dem europäischen Fernwanderweg “Via Alpina”. Diese führt uns vorbei am Wildengundkopf (2197m), am Geißhorn (2366m) und dann nochmals bergauf zum Geißhornsattel (2040m) und dahinter talwärts hinein ins Gemsteltal zur Oberen Gemsteltalalpe (1694m).  Der Abstieg ins Gemsteltal ist im oberen Bereich noch etwas wild, bei Bernhards Gemsteltalalpe (1300m) gelangen wir dann in den “kultivierten” Bereich der Almwege und wandern durch den Wald hinab nach Innerbödmen und zum Ausgangspunkt.

 

Daten: Auf- und Abstieg jeweils 1200m
Gehzeit ca. 6 Stunden. Mit Kemptner Köpfle und oder Geißhorn Besteigung ca. 1 Stunde mehr.
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich.

Wir empfehlen Euch die Tour im Uhrzeigersinn wie beschrieben zu gehen. Denn der Abstieg von der Kemptner Scharte runter in das Wildental ist einfach sehr steil und wie wir finden nicht so schön zum Laufen

 

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