Fluchtalpe (1390 m)

Lage:

Die Fluchtalpe liegt am Ende des Wildentals im Talboden, ehe es zur zweiten Stufe des oberen Wildentales hinaufgeht. Ein Güter- und Wanderweg führt direkt von Hirschegg und Mittelberg kommend vorbei, weiter zur Fiderepasshütte oder Richtung Kemptner Scharte

Geschichte:

Die Fluchtalpe wurde erstmal 1601 urkundlich erwähnt. Damals gehörte die Alpe noch zur Hinteren Wildenalpe. Sie war die Schneeflucht, um bei Schneeeinbruch von der Vorderen und Hinteren Wildenalpe, welche beide viel höher liegen, Schutz zu suchen. 

Es gibt ein Alpbuch der "Hinteren Wildenalpe" welches im Jahr 1661 startet und immer genau die Besitzverhältnisse dargelegt hatte. Es gab Alpgenossen für die Vordere Wilden und andere Alpgenossen für die Hintere Wildenalpe. Zu erwähnen ist, dass 1833 das "Füchtle" verkauft wurde. Das ist die jetztige "Jagdhütte", welche ca. 150 m vor der Fluchtalpe liegt. Wie man auf den Flurkarten sehen kann, war das "Flüchtle" dann mit der Wannenalpe zusammen. Die Fluchtalpe wiederum mit der Vorderen Wildenalpe. Dazwischen kann man auf dem Luftbild von ca. 1955 noch eine sehr gute intakte Grenzmauer zwischen Flüchtle und Fluchtalpe erkennen. 

Auch gibt es eine Abschrift eines Holzvertrages vom Jahr 1601. 

Im Besitz ist das Alpgebiet der Vorderen Wildenalpe bis zum Gipfel des 2. und 3. Schafalpkopfes, wie auch der Fluchtalpe in Manuela Prinzessin von Schoenaich-Carolath - bzw. der frühere Name Manuela-Franziska Gräfin von Walderdorff

Die Fluchtalpe wird aktuell von der Familie Berktold aus Oberstdorf gepachtet und gastronomisch bewirtschaftet.

Fluchtalpe Wildental
Fluchtalpe
Fluchtalpe
1939_wildental.jpg