Vordere Wildenalpe (1664 m)

Lage:

Im Wildental am Talboden gibt es bis zur Fluchtalpe einen Wander-/Güterweg. Hier zweigt nun oberhalb ein Weg Richtung Fiderepasshütte ab.  Ungefähr auf halber Strecke geht es nun rechts ab Richtung Hintere Wildenalpe / Kemptner Scharte. Am Weg liegt die Vordere Wildenalpe. 

Geschichte:

Es gibt ein Alpbuch der "Inneren Wilden Alpe". Jetzt "Hintere Wilden Alpe". Dies startet im Jahr 1661. Zu dieser Alpe gehörte auch die "Vordere Wildenalpe" und die weiter unten liegende Fluchtalpe. Falls es im Sommer zu einem Schneeeinbruch kam, so wurde das Vieh in diese weiter unten liegenden Lager kurzfristig abgetrieben. Aber es gibt auch eine Abschrift eines Holzvertrages vom Jahr 1601, wodurch dieses Alpgebiet wahrscheinlich schon zu dieser Zeit bestanden haben wird.

Bereits im Jahre 1801 scheint es aber schon zu Differenzierungen bei den Besitzern der Vorderen Wildenalpe und der Hinteren Wildenalpe gekommen zu sein. Denn es wurden neue Markenregulierungen vorgenommen. 1829 werden Hinterer Wilden und die Flucht abgeteilt. Das "Flüchtle" wird 1833 weiter verkauft. 

Auch bei Fink/ Klenze wird im Alpverzeichnis ca. 1890 die Vordere Wildenalpe mit Fluchtalpe und die Hintere Wildenalpe/Gemstel getrennt aufgeführt. 

 

Es gab aber noch dort die angeführte Kombination Fluchtalpe/Wannenalpe. 

22 Weiderechte hatte die Flucht/ Vordere Wildenalpe im Jahr 1890.

Auch heute gehört die Vordere Wildenalpe und Fluchtalpe noch zusammen und ist im gemeinsamen Privatbesitz mit einer Größe von 197 ha.  Genau diese 197 ha war auch im Jahr 1921 das Eigenjagdgebiet des Eigentümers Karl Richter. Sodass diese zwei Alpen wie schon bei Fink / Klenze zusammengehören.

Aktuell im Besitz ist das Alpgebiet der Vorderen Wildenalpe wie auch der Fluchtalpe in Manuela Prinzessin von Schoenaich-Carolath - bzw. der frühere Name Manuela-Franziska Gräfin von Walderdorff

Vordere Wildenhütte
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