Obere Gemstel Alpe (1694 m)

Lage:

Die Obere Gemstelalpe liegt auf einem kleinen Hochkar im hinteren erhöhten Teil des Gemsteltales. Der Wanderweg von der Hinteren Gemstelalpe - also dem Talboden führt über den "Gesprengten Weg" direkt an der Alpe vorbei und geht dann weiter Richtung Widdersteinhütte oder Richtung Sterzer Hütte und Geißhorn.

Die Alpe wird gastronomisch genutzt, daher führt eine Materialseilbahn von der Hinteren Gemstelalpe zur Oberen Gemstelalpe.

Geschichte:

Datierungen starten einmal bei den Verfassern Fink/ Klenze im Jahr 1676 und bei Steiner im Jahr 1460. In einem anderen Text, gibt es im Mittelberger Jahrgangsbuch Erwähnungen vom Jahr 1447.

Das Walser den Gemstelpass schon lange benutzten, sodass hier lange schon etwas gewesen war, lässt die Schlussfolgerungen für die alten Datierungen sprechen.

Die Alpe Obergemstel war bis 1852 ein Lehen der Pfarre Fischen. Später wurden die Weiderechte aufgekauft und sie war lange Zeit eine Genossenschaftsalpe.

1676 war die Alpe mit 2 Pferden, 2 Kühen, 21 Rindern und 59 Kälbern besetzt. 

Das obere Lager der "Inneren Wiesalpe" im Wildental,  war die Obere Gemstelalpe. Bedeutet im Frühling und dann ab Mitte September wurden diese Weiden im Wildental genutzt. Später ging es ins Obere Gemsteltal mit dem Vieh.

 

1912 war die Obergemstel Alpe im Besitz von Karl Fritz, ebenso die Wiesalpe. In diesem Jahr aber verkaufte er die Obergemstel Alpe an Major Sterzer. Denn, es gab zu wenig Holz für das Sennen.  Sennen bedeutet, man machte früher ein Feuer. Darüber war ein großer Kessel mit Milch der erhitzt wurde. Aus dem Rahm wurde Butter bzw. dann Käse abgeschöpft. Da die Hütte auf 1700 m liegt, welches ungefähr die Waldgrenze ist, musste man am Ende beschwerlich das ganze Holz zum Befeuern hinauftragen.

Nicht weit entfernt von der Alphütte liegt eine aus Steinen gemauerte Berghütte.

Die sogenannte Sterzer Hütte liegt auf dem Weg Richtung Geißhorn. Erbauer war Major Sterzer. Für die Errichtung seiner Berghütte wurden extra einen ganzen Sommer italienische Arbeiter angeheuert. Ab 1912 besaß Sterzer also die "Obere Gemstelalpe" aber auch die "Hintere Gemstel Alpe". Er war Jäger und hatte nun ein großes eigenes Jagdgebiet. 

Nach dem 2. Weltkrieg war Major Sterzer in Geldnot und er musste seinen Besitz verkaufen.

Heute ist die Obere Gemstelalpe im Besitz der Familie Fritz.

Die Obere Gemstelalpe hatte zusammen mit der Wiesalpe damals 68 Weiderechte.

1921 war Major Sterzer übrigens kein Major. Denn im Gemeindeblatt von 1921 kann man lesen, dass das Eigenjagdrevier des bayrischen Hauptmann Sterzers aus München die Hintere Gemstelalpe mit 136 ha umfasst.  Und das der Oberen Gemstel ebenso sein Eigenjagdrevier ist mit einer Größe von 357 ha.

1932 war ein Latschenbrand auf Obergemstel nahe der Hütte. Durch unvorsichtiges Verbrennen von Unrat eine Fläche von ca. 200 m und es hat mehrere Tage gebrannt. Alppersonal konnte alleine nicht mehr löschen, FW Mittelberg kam zu Hilfe und die Feuerwehr Riezlern kam sogar mit einer Motorspritze.

 

obere Gemstelhütte
Gemstel Hütte
1933 Obergemstel
Gemstealpe Kleinwalsertal
Gemstealpe obere Mittelberg
Obergemstel Alpe Mittelberg
Gemstetal Gemschteltal
Obere Gemstelalpe
Obere Gemstelalpe mit Widderstein
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