Mahdtalalpe (1497 m)

Lage:

Die Mahdtalalpe liegt oberhalb des Höllochs (eine sehr lange Karsthöhle) im gleichnamigen Tal, dem Mahdtal, unterhalb des Windecksattels. Alles obwohl topographisch im Kleinwalsertal, ist es deutsches Gebiet. 

Geschichte:

Die Höflealpe welche am Taleingang des Mahdtales ca. 300 Höhenmeter unterhalb liegt, war noch bis im Jahr ca. 1960 die Voralpe der Mahdtalalpe. Von dort wurden die Kühe (damals gab es viel weniger Wald) durch das Mahdtal aufgetrieben. Heute undenkbar, wer den Wanderweg kennt. Von der Mahdtalalpe ging es dann wiederum weiter zum nun aufgelassenen Weidegebiet der Seealpe bzw. "Unteren bzw. Oberen Seele". Dort gab es ein kleines aber wunderschönes ebenes Plateau mit einer Alphütte, welche aber bereits vor 100 Jahren verfallen ist. 

 

Früher war die Mahdtalalpe eine Mischalpe. Heute wird sie als Jungviehalpe von der Weidegenossenschaft Sibratsgfäll/ Vorarlberg genutzt. Die Alphütte ist renoviert.

Sie gehörte ehemals zu den Rohrmooser Alpen der fürstl. Oberförsterei Waldburg-Wolfegg. Aktuell zum großen Grundbesitz Jürgen Wälders.

Die ehemals fürstl. Alpen (Höfle-Alpe, Mahdtal-Alpe, See-Alpe, Hoch-Alpe, Bestlesgund-Alpen) zwischen den Gottesackerwänden waren vormals als »Breitachtalalpen« bezeichnet, erstmals 1398 in Kaufurkunden erwähnt als Lehen des Fürststiftes Kempten, zunächst in bürgerlichem Besitz, dann Grafschaft Sonnenberg, im 16. Jahrhundert Erbschaft der Wolfegger.

Am 28. August 1608 wurde die Grenze zwischen Kleinwalsertal und Rohrmoos, im Besitze der Freiherren von Waldburg Woffegg Waldsee, von einer gemischten Kommission festgestellt.

Laut Buch "Der Mittelberg" gibt es ein Alpbuch mit folgenden Eintragungen:

Rohrmoos war Lehen der Heimenhofen und wurde von den Waldburg im Jahr 1550 freigekauft. Lehen vom Stifte Kempten waren das Höfflin (Höflealpe) im Mahdtal, dann die dazugehörige Hochalp - das war die Mahdtalalpe, die Ober- und Unter Betlinsgundalpe und die Gatteralpen.

Wer bis zum Windecksattel am höchsten Punkt des Mahdtals wandert, kann dann gleich am Fuße des Torkopfes das höchste Moor Deutschlands auf 1750 m Höhe sehen. 

Mahdtalalpe
Küren Gottesacker
Download (1).png