Obere Lüchlealpe (1780 m)

Lage:

Die Obere Lüchle Alpe ist leicht erreichbar. Heute wenn von der Oberen Lüchle gesprochen und geschrieben wird,  handelt es sich um die bewirtschaftete und neu vor ca. 30 Jahren gebaute Hütte. In Wirklichkeit handelt sich aber um die kleine mit Steinen in den Hang gebaute Alpe, welche 200 m weiter auf den Wanderweg folgend unter dem Lüchlekopf liegt. Wanderwege sind von der Stierhofalpe, von der Unteren Lüchle Alpe und vom Walmendingerhorn.

Geschichte:

Die Lüchle Alpe entstand durch Teilung der Hennenalpe. Es gibt ein Alpbuch welches 1622 die ersten Einträge aufweist. Allerdings verweisen andere Urkunden mit Namen, dass diese Alpe bzw. der Flurname bereits seit ca. 1444 existiert haben muss.

Zur Hennenalpe gehörte damals noch das Gebiet bis ins Lüchle (Lüchlealp), also alles oberhalb bis an die Ochsenhofer Köpfe, den Muttelberg und hoch bis an das Walmendingerhorn. Die Hennenalpe wurde in den inneren Teil (heutige Lüchle Alpe) und den äußeren Teil (Hennenalpe) getrennt.  Muttelberg bis Walmendingerhorn verblieb bei der Hennenalpe. Die Lüchle Alpe hatte das Gebiet vom Muttelberg bis zur Inneren Stierhof Alpe. 

Im Jahr 1703 kauften die Alpgenossen von Hennenalpe und Lüchlealpe gemeinsam die Holzrechte auf, welche noch in der Hand von "ausländischen" Besitzern waren. 

Die Untere Lüchle Alpe auf 1571 m hatte oft eine schlechte Wasserversorgung. Deshalb beschloss im Jahre 1888 Leo Köberle, ein Hirt unterhalb des Lüchlekopfes ein oberes Lager zu bauen. Dort wo Wasser war. Dazu baute er eine Hütte aus Stein, mit einem bergseitigem Schutzwall bis Dachhöhe in den Berg um Schutz vor Lawinen im Winter zu haben. Diese Alpe steht noch heute dort.

Im Jahr ca. 1995 wurde eine neue Obere Lüchle Alpe ca. 200-300 m entfernt halbseitig unterhalb des Muttelbergs gebaut, welcher Sommer und Winter auch gastronomisch genutzt wird.

Fink/Klenze schreiben in ihrem Buch "der Mittelberg", dass bereits ab dem Jahr 1580 Streitereien zwischen den Besitzern der Hennenalp/Lüchle und den Bewohnern von Baad begannen und diese sich immer wieder bis ins späte 18. Jahrhundert hineinzogen. Es ging darum, dass die Bewohner von Baad auf den Schutz des darüberliegenden Waldes vor Lawinen geschützt sein wollten. Dieses Gebiet aber gehörte zur Hennenalpe/ Lüchle Alpe. Hier wiederum brauchte man früher viel Holz (zum Heizen, zum Bau der Ställe und Häuser, Zäune) und viel Weideland für die Kühe, Ziegen und Schafe um selber über die Runden zu kommen. Amänner (Bürgermeister) und auch Gerichte mussten damals schon vermitteln. 1862 schließlich wurde eben durch ein Gericht jegliche Holzfällung des Lüchlewaldes oberhalb von Baad verboten.  

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