Melköde (1346 m)

Lage: 

Die Alpe Melköde befindet sich mit den Alpflächen im Schwarzwassertal. 

Geschichte:

 

1566 erfolgte der Übergang von einem Weidebesitzer aus dem Raum Bregenz an mehrere Walser. 1641 wurde die Großalpe "Schwarzenwasser" in die drei Alpen Melköde, Galtöde und Schwarzwasser aufgeteilt. Damals sprach man auch von der Außer Oede (Galtöde) und Inner Oede (Melköde). 1642 wurden diese Gebiete mit der angekauften Ochsenhofer Alp vereinigt und kurz danach geteilt in eine Melk- und Galtalpe. Seither gibt es die Vereinigung Melkochsenhof - Melköde und Galtochsenhof - Galtöde.  

Die Hochalp bzw. das obere Lager der Melköde ist die Melkochsenalpe auf 1590 m. Dort gab es früher mehrere Gebäude, von denen nur noch eine kleine Hütte (Hirtenhütte/ Jagdhütte) übrig geblieben ist.

 

Es gibt ein Alpbuch welches im Jahr 1641 startet und von vier Alpgenossen angelegt wird. Damals bereits heißt es, dass die Alpe Melköde frei von Käszins sei und die zwei anderen (Galtöde und Schwarzwasseralpe) diesen alleine reichen müssen. Bedeutet ein Lehen für die Melköde bestand nicht mehr.  60 Kuhweiden wurden 1641 angeschlagen.

Im Alpbuch ist ein Vertrag aus dem Jahr 1693 mit der Auenalp auf der einen Seite und der Melköde, Galtöde, Schwarzwasseralpe und Knechtsälpele auf der anderen Seite. Es wurde ein neuer Viehtrieb für 17 Gulden gekauft um über die Alpflächen bei der Melköde mit dem Vieh zu ziehen um weiter in das Schwarzwassertal zu kommen.

Der Viehtrieb erfolgte früher nicht über den heutigen Güterweg zwischen Auenhütte, Herzsee und dann weiter Richtung Melköde, sondern damals über die Walmendingen Alpe, den Streit- und Laugehren und dem Knechtsälpele.

 

12. Februar 1793. Eine Lawine unter dem Ifen ging auf die Melköde. 2 Wohnhäuser, 4 Alphütten und in der gleich nebenan benachbarten Galtöde wurden mehrere Scheuen zerstört. 

Im Jahr 1842 gibt es Streitigkeiten mit der Alpe Ifersgunt, Schwarzwasser und Galtöde über die Grund, und Holzrechte. Es gab zwar eine Urkunde aus dem Jahr 1580 auf die verwiesen wurde, welche aber anscheinend nicht mehr ganz aktuell war. 

Viehbestand im Jahr 1905: 60 Milchkühe, 1 Stier, 6 Kälber, und 34 Ziegen. 

1944: vom Hochifen ging eine Lawine direkt auf die Alpe Melköde nieder und drückte die Wand einer Hütte ein. Diese Hütte wurde dann beim Lawinenunglück am 11. Februar 1952 total zerstört. 

Im Winter 1952 wurden Gebäude der Melköde Alpe von einer Lawine, die vom Südhang des Ifen ins Tal ging, zerstört. Bei dem Unglück starben 20 Menschen.

Laut Liste der österreichischen Agrargemeinschaften ist die Melköde - Melkochsenalpe aktuell 200,34 ha groß.  Frühere Eintragungen hatte sie 60 Weiderechte.

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1934 Schwarzwassertal
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1938 Schwarzwassertal
Melköde
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